Efren Reyes bei der 9-Ball-WM in Doha (Foto: Vinod Divakaran/Flickr unter CC BY 2.0)

Efren Reyes (* 26. August 1954 in Angeles City) ist ein philippinischer Poolbillardspieler.

Sein erster großer Erfolg war der Sieg bei den US Open im 9-Ball im Jahre 1994, als erster nicht-amerikanischer Spieler überhaupt. 1999 gewann er die zweite Weltmeisterschaft im 9-Ball, die in dem Jahr abgehalten wurde.

Seit 2003 ist er Mitglied der Hall of Fame des Billiard Congress of America. Ein weiterer großer Erfolg seiner sportlichen Laufbahn war der Sieg der ersten offiziellen 8-Ball Weltmeisterschaft im Jahre 2004.

Insgesamt konnte Reyes in seiner Karriere über 60 Turniere gewinnen, etwa die World Pool League 2001 & 2002, die Las Vegas 9-Ball Open (2003) oder das Derby City Classic im 9-Ball (2005). Gemeinsam mit Francisco Bustamante gewann er 2006 den ersten World Cup of Pool durch einen Finalsieg über das Team USA. 2009 konnten die beiden diesen Sieg wiederholen – diesmal im Finale gegen Team Deutschland.

Einen Schaukampf gegen den Schweden Torbjörn Blomdahl in Japan verlor er klar mit 5:9 (9-Ball) und 20:30 (Dreiband, 20 Aufnahmen, GD 1,500).

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Earl Strickland beim Mosconi Cup 2008 auf Malta (Foto: Christian Werner unter CC BY 3.0

Earl Strickland beim Mosconi Cup 2008 auf Malta (Foto: Christian Werner unter CC BY 3.0

Earl Strickland (* 8. Juni 1961 in North Carolina) ist ein US-amerikanischer Poolbillardspieler.

Frühe Jahre

Strickland wuchs als Sohn eines Farmers im ländlichen Teil North Carolinas auf.
Im Alter von neun Jahren nahm ihn sein Vater mit in die Stadt um dort einige Besorgungen zu machen. Als diese erledigt waren, fragte sein Vater ihn ob er eine Runde Pool spielen wolle. Earl antwortete ihm, dass er nicht wisse was das sei – „Pool“. Sein Vater erklärte ihm das Spiel sowie die richtige Körper- und Queuehaltung. Nach dem Spiel war für den kleinen Earl klar, dass dies „sein“ Spiel war.

Von da an gab er den Dollar, den ihm seine Mutter täglich zur Schulspeisung mitgab, für das Spiel aus und hungerte lieber den ganzen Tag bis zum Abendessen. Bald war er der beste Spieler in seinem County und hatte alle Erwachsenen geschlagen.

Mit 15 Jahren spielte er sein erstes Turnier und gewann dieses. Beeindruckt vom Beifall der Zuschauer, im „Zockerspiel“ wird nicht geklatscht, wusste Earl, dass er von nun an Profispieler werden wollte. Innerhalb von nur vier Jahren hatte er sich an die US-amerikanische Elite herangespielt und gewann sein erstes Profiturnier.

Karriere

Strickland ist der einzige Spieler, der bereits dreimal die WPA-Weltmeisterschaft im 9-Ball gewinnen konnte (1990, 1991 und 2002).

Insgesamt gewann er bereits über 40 Profiturniere, darunter auch fünfmal die US Open im 9-Ball (1984, 1987, 1993, 1997 und 2000) und das World Pool Masters (1997).

Er vertrat die USA bislang dreizehn mal beim Mosconi Cup, zuletzt im Jahre 2013. 2005 wurde er zudem als MVP ausgezeichnet.
Seit 2006 ist er Mitglied der Hall of Fame des Billiard Congress of America. Sein Spitzname in der Billardszene ist The Pearl.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Namjr1Rkxwo

Kontroversen

Ähnlich wie John McEnroe gilt er als leicht reizbarer und explosiver Charakter. Barry Hearn und Steve Davis sagten über ihn, dass er wie Dr. Jekyll & Mr. Hyde sei. Earl selbst bestätigt diese Ansicht. Ist er auf der Gewinnerseite, dann springt er schon Mal auf den Tisch. Nach einem „vergeigten“ Stoß gegen Thomas Engert beim Mosconi Cup 2006 schlug er frustriert seinen Queue auf den Boden, wobei das Oberteil zerbrach. Er ersetzte dies und gewann das Spiel dann noch mit 7:4.

Beim gleichen Turnier im Spiel gegen Davis kam es vor, dass er sich nicht nur laut äußerte (sich selbst gegenüber), sondern auch laute Wortgefechte mit seinen Mitspielern, der Schiedsrichterin Michaela Tabb und den Zuschauern einging. Tabb verwarnte daraufhin das Publikum und drohte mit dem Rauswurf der betroffenen Zuschauer, sollten sie weiterhin das Spiel durch Zurufe stören. Strickland beantwortete die Zurufe mit heftigen Gegenrufen, woraufhin auch er ermahnt wurde. Strickland reagierte darauf mit einem harschen: „Shut up!“ (Halt’s Maul). Nachdem er sowohl Tabb als auch Davis beleidigt hatte, entschuldigte er sich am nächsten Tag mit einem Strauß Blumen für sein Benehmen.

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Shane van Boening beim Mosconi Cup 2008 (Foto: Christian Werner unter CC BY 3.0)

Shane van Boening beim Mosconi Cup 2008 (Foto: Christian Werner unter CC BY 3.0)

Shane van Boening (* 14. Juli 1983 in Rapid City, South Dakota) ist ein US-amerikanischer Poolbillardspieler.

Karriere

Seine ersten großen internationalen Erfolge konnte er 2007 feiern. Neben der (inoffiziellen) Predator World 10-Ball Championship gewann er die prestigeträchtigen US Open im 9-Ball. Bei seiner ersten WM im 9-Ball 2007 schaffte er es bis in die Runde der letzten 32 und bei der WM im 8-Ball 2008 bis ins Viertelfinale.

Bei der ersten offiziellen 10-Ball WM 2008 schaffte er es dann bis ins Achtelfinale. Gemeinsam mit Rodney Morris gewann er 2008 den 3. World Cup of Pool. Beim World Pool Masters 2009 schaffte er es bei seiner zweiten Teilnahme immerhin bis ins Halbfinale. Bei der 9-Ball-WM 2011 gelang ihm der Sprung ins Viertelfinale.

2012 gewann van Boening erneut die US Open 9-Ball und konnte diesen Titel 2013 erfolgreich verteidigen. Außerdem gewann er am 28. Juli 2013 das Finale bei der US Open 8-Ball gegen Carlo Biado mit 13:11. 2014 gewann er erneut die US Open 9-Ball und ist somit der einzige Spieler, der dieses Turnier dreimal in Folge gewann. Zudem gewann er das World Pool Masters 2014 durch einen Finalsieg gegen Nikos Ekonomopoulos.

Bisher vertrat er die USA sechsmal beim Mosconi Cup, zuletzt 2013. Sein Spitzname in der Billardszene ist The South Dakota Kid. Er ist zu 98 % taub.

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Ralf Souquet auf der Poolbillard Europameisterschaft in Willingen (Foto: Sebastian Voigt unter CC BY 3.0)

Ralf Souquet auf der Poolbillard Europameisterschaft in Willingen (Foto: Sebastian Voigt unter CC BY 3.0)

Ralf Souquet (* 29. November 1968 in Eschweiler) ist ein deutscher Poolbillardspieler. Er ist verheiratet und hat eine Tochter aus seiner früheren Ehe.

Seit 1981 hat er mehr als 200 Turniere gewonnen, darunter über 40 deutsche Meisterschaften und über 30 Europameisterschaften überwiegend in der Disziplin 9-Ball.

Karriere

Souquet begann im Alter von sechs Jahren mit dem Billardspielen in der Gaststätte seiner Eltern, wo er bis zu fünf Stunden am Tag trainierte. Seinen ersten Juniorentitel gewann er bei der deutschen Meisterschaft für Junioren 1982 mit 14 Jahren.

1985 gewann Souquet seine erste Junioren EM, allerdings noch im Team. 1986 folgte dann seine erste Einzeleuropameisterschaft bei den Junioren. Seit 1991 ist Souquet Profi. Im Jahre 1996 gewann er die WM im 9-Ball, als zweiter Deutscher nach Oliver Ortmann, dem das ein Jahr zuvor gelungen war.

Darüber hinaus ist er 19facher Europameister im Herreneinzel, davon zehnmal im 8-Ball (1989, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1998, 1999, 2000, 2003), fünfmal im 9-Ball (1995, 1997, 1998, 2006, 2010) und dreimal im 14 und 1 endlos (1995, 1996, 1997). 2010 gewann er zudem im 10-Ball, das erstmals im Rahmen der EM ausgespielt wurde.

Weitere große Erfolge seiner sportlichen Laufbahn sind die sechs Siege beim World Pool Masters (1994, 1996, 2000, 2002, 2006, 2011), der Gewinn der US Open im 9-Ball 2002, seine drei Siege beim Derby City Classic im 9-Ball (2004, 2006, 2008) und seine 21 Turniersiege auf der Euro-Tour (zuletzt die Italy Open 2013 und die North Cyprus Open 2014).

2008 gelang Souquet schließlich mit dem Gewinn der WM im 8-Ball sein zweiter Weltmeisterschaftstitel.

Im Jahr 2007 spielte er zum insgesamt elften Mal für Europa beim Mosconi Cup und entschied das entscheidende Spiel mit einem 6:4 über Rodney Morris für sich und sicherte Europa so zum dritten Mal den Mosconi Cup. Sein Spitzname in der Billardszene ist The Kaiser. Auch im Jahr 2008 bei seinem zwölften Auftritt trug er durch sechs Siege in sechs Spielen entscheidend dazu bei, dass Europa den Titel erstmals verteidigen konnte. Souquet spielte ebenfalls beim europäischen Sieg 2013 eine wichtige Rolle.

2009 gewann er das 9-Ball-Turnier auf den 8. World Games in Kaohsiung. Beim World Cup of Pool 2009 erreichte er gemeinsam mit Thorsten Hohmann als Team Deutschland das Finale, in welchem die beiden jedoch dem philippinischen Duo Reyes/Bustamante mit 9:11 unterlagen. Beim Mosconi Cup 2009 (inzwischen seine dreizehnte Teilnahme) unterlag er allerdings im letzten Spiel Shane van Boening mit 2:6, wodurch Team USA mit 11:7 gewann.

Ehrungen

 

  • 1997 wurde ihm von Roman Herzog das Silberne Lorbeerblatt überreicht, die höchste sportliche Auszeichnung in Deutschland.
  • 2011 wurde er als erster Deutscher in die Hall of Fame des Billiard Congress of America aufgenommen.
  • 2012 wurde Souquet im Rahmen der Poolbillard EM in Luxemburg von der EPBF zum Spieler des Jahres gewählt
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Francisco Bustamante (Foto: Gemeinfrei)

Francisco Bustamante (Foto: Gemeinfrei)

Francisco Bustamante (* 29. Dezember 1963) ist ein philippinischer Poolbillardspieler.

Sein erster großer Erfolg war der Sieg bei den World Pool Masters 1998. Ein Jahr später schaffte er es bis ins Halbfinale der 9-Ball WM, wo er jedoch gegen seinen Landsmann und späteren Sieger Efren Reyes verlor. 2002 schaffte er es gar bis ins Finale der 9-Ball WM, verlor jedoch mit 17:15 gegen Earl Strickland, nachdem er im Jahr zuvor zum zweiten Mal das World Pool Masters gewann.

Nach 2002 hat er unter anderem noch bei den ESPN Sudden Death 7-Ball-Turnier und – gemeinsam mit Efren Reyes als Team Philippinen – den World Cup of Pool 2006 und 2009 gewonnen. Auch bei den großen Turnieren erzielte er weiterhin gute Platzierungen; unter anderem erreichte er 2005 bei der 8-Ball WM und den US Open im 9-Ball einen Platz im Halbfinale.

2008 verpasste er erneut seinen ersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft, als er im Finale der 14 und 1-WM gegen Niels Feijen verlor. Erstmals Weltmeister wurde er schließlich zwei Jahre später, als er in Doha die WPA 9-Ball-Weltmeisterschaft 2010 mit 13:7 gegen Kuo Po-Cheng gewann.

1993 und 1994 wurde Bustamante Deutscher Einzel-Meister.

Seit 2010 ist er Mitglied der Hall of Fame des Billiard Congress of America.

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Eddie Felson ist im Film „Haie der Großstadt“ ein junger Poolbillardspieler, der unter dem Namen „Fast Eddie“ bekannt ist. Er lebt unter anderem davon, unbedarfte Spieler abzuzocken, indem er sie zunächst gewinnen lässt und sie dann richtig ausnimmt. Sein einziges Ziel ist, gegen den berühmten Veteranen Minnesota Fats anzutreten. Nach 40-stündiger Spielzeit unterliegt er jedoch kläglich und verliert mehrere tausend US-Dollar. Der reiche, zynische und kriminelle Wetthai Bert Gordon macht ihn darauf aufmerksam, dass fehlender Charakter der Grund für seine Niederlage war, nicht fehlendes Talent. Ein Angebot Gordons ihn zu managen lehnt Eddie zu diesem Zeitpunkt noch ab, da Gordon einen Anteil von 75 % an zukünftigen Gewinnen verlangt.

Parallel dazu entwickelt sich eine tragische Liebesgeschichte zwischen Eddie Felson und der alkoholabhängigen Sarah Packard, die Eddie nach seiner Niederlage gegen Minnesota Fats kennenlernt. Die beiden versuchen eine Beziehung zueinander aufzubauen, was aber an Eddies Besessenheit vom Billard und Gordons Gier scheitert. Ohne die Unterstützung Bert Gordons versucht Fast Eddie bei kleineren Spielen gegen ihm klar unterlegene Spieler wieder auf die Beine zu kommen. Der Versuch endet dramatisch als ihm, wohl auf Anordnung von Gordon, von wütenden Verlierern beide Daumen gebrochen werden. Daraufhin geht Eddie den Deal mit Gordon ein. Dieser organisiert ein Karambolagespiel für Eddie, bei dem dieser aber zunächst klar verliert. Sarah bittet Eddie mit dem Spielen aufzuhören, dieser lehnt es aber ab und überredet Gordon dazu ihn weiter zu finanzieren. So ist es Eddie möglich, 3000$ zu erspielen. Nach dem Spiel wird Sarah von Bert Gordon in ihrem Hotelzimmer bedrängt. Als Eddie das Hotelzimmer betritt, sieht er, dass Sarah Selbstmord begangen hat. Eddie trennt sich daraufhin von Gordon.

Im Finale des Films bezwingt der menschlich gereifte Eddie Minnesota Fats im zweiten Antreten, muss sich allerdings aus der Billardszene verabschieden, da er sich weigert, Bert Gordon, der darauf beharrt, immer noch Eddies Manager zu sein, eine entsprechende Provision zu zahlen. Seinen Sieg nutzt er, um in einem Monolog moralisch mit Gordon abzurechnen. Der Film endet damit, dass sich Eddie Felson und Minnesota Fats ihres gegenseitigen Respekts versichern.

Hintergrund

  • Alle Billardstöße wurden von den Akteuren Paul Newman und Jackie Gleason selbst ausgeführt; nur ein besonders komplizierter Stoß von Willie Mosconi, vierzehnfacher Weltmeister der Jahre 1941 bis 1957. Mosconi selbst hat im Film einen Cameo-Auftritt.
  • Im Jahre 1986 erhielt der Film eine Fortsetzung mit dem Titel Die Farbe des Geldes. Unter der Regie von Martin Scorsese spielte Paul Newman den gealterten Eddie Felson, der einen jungen, von Tom Cruise gespielten Spieler unter seine Fittiche nimmt.
  • Die Spieler spielen die Variante des 14 und 1 endlos, bei dem die Kugeln unabhängig von ihrer Zahl hintereinander versenkt werden und jede Kugel einen Punkt zählt.
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Jack Breit, geboren in New Jersey, ist besser bekannt unter dem Namen Jersey Red. Diesen Spitznamen erhielt er wegen seiner roten Haare.

Ab seinem vierzehnten Lebensjahr verbrachte Jersey Red die meiste Zeit in den Billardsalons New Yorks, bevor er 1964 nach Houston zog.
Er war zwar ein erstklassiger Straight-Pool-Spieler (in Deutschland bekannt als 14/1 endlos), aber seine eigentliche Stärke war One Pocket, bei dem er sein wahres Talent zeigen konnte.

Bekannt war Jersey Red als kreativer und unterhaltsamer Spieler, der nicht nur sehr gut mit dem Queue, sondern auch mit Worten umgehen konnte und seine Züge oft selber in seinem eigenen One-Pocket-Vokabular kommentierte.

Bis in die 60er Jahre genoss professionelles Pool-Billard keinen guten Ruf und wurde mit Schulabbrechern und Rumtreibern in Verbindung gebracht. Geld war damit nicht zu verdienen und so verbrachte auch Jersey Red viele Nächte obdachlos auf oder unter den Tischen der Billardsalons.
Er spielte und gewann gegen alle großen Spieler wie zum Beispiel Willie Mosconi oder Minnesota Fats.

Jersey Red war der Betreiber des berühmten New Yorker Billardsalons, in dem im Jahr 1964 der Film „The Hustler“ gedreht wurde.

Im Jahr 1992 starb er in Houston an Lungenkrebs.

Thorsten Hohmann auf der Poolbillard Europameisterschaft in Willingen (Foto: Sebastian Voigt unter CC BY 3.0)

Thorsten Hohmann auf der Poolbillard Europameisterschaft in Willingen (Foto: Sebastian Voigt unter CC BY 3.0)

Thorsten Hohmann (* 14. Juli 1979 in Fulda) ist ein deutscher Poolbillardspieler.

Seinen ersten größeren Erfolg erreichte Hohmann 2000, als er das Viertelfinale der Weltmeisterschaft im 8-Ball erreichte. 2003 schaffte er mit dem Gewinn der 9-Ball-Weltmeisterschaft den Durchbruch an die Weltspitze. Darüber hinaus gewann er 2003 die Deutsche Meisterschaft im 14 und 1 endlos, mit dem Team und im Mixed und wurde Zweiter bei der World Pool League.

2004 kam ein Europameistertitel im 8-Ball, ein zweiter Platz bei den US Open im 9-Ball und weitere Deutsche Meisterschaften (im 9-Ball-Einzel und im Team) hinzu.

2005 holte Hohmann Silber bei den World Games in Duisburg. Hinzu kam ein weiterer Europameistertitel, diesmal im 14 und 1 endlos, und Siege bei den BCA Open 9-Ball Championships, Sudden Death 7-Ball und der World Pool League. Bei der 9-Ball-WM erreichte er immerhin das Viertelfinale.

2006 wurde er Profi und wohnt seitdem in Jacksonville, Florida. In diesem Jahr sicherte sich Hohmann den 1. Weltranglistenplatz, unter anderem durch den Gewinn der ersten offiziellen 14 und 1 endlos-WM, sowie des bis dahin höchstdotierten Poolbillard-Turniers aller Zeiten, den IPT North American Open in Las Vegas.

Seinen ersten EM-Titel im 9-Ball holte er 2007. Bei der 14 und 1 endlos-WM 2007 schaffte er es diesmal bis ins Viertelfinale, schied dann jedoch aus. 2009 verpasste er bei den 8. World Games in Kaohsiung als Vierter nur knapp seine zweite Medaille auf den World Games. Am 25. August 2013 gewann er erneut die 14.1-Endlos-Weltmeisterschaft gegen den Engländer Darren Appleton.

Hohmann repräsentierte Europa bislang dreimal beim Mosconi Cup (2003, 2005 und 2009). Beim World Cup of Pool 2009 erreichte er gemeinsam mit Ralf Souquet als Team Deutschland das Finale, in welchem die beiden jedoch dem philippinischen Duo Reyes/Bustamante mit 9:11 unterlagen.

Seit 2006 spielt er ein Lucasi-Queue mit einem Universal Smart Shaft. Sein Breakqueue ist ebenfalls von der Marke Lucasi. Sein Spitzname in der Billardszene ist The Hitman beziehungsweise Toasti.

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Steve Mizerak (* 12. Oktober 1944, in Perth Amboy, New Jersey, USA; † 29. Mai 2006), Spitzname The Miz, war ein professioneller Poolbillardspieler, der in den 1970er und 1980er Jahren zur Weltspitze im Poolbillard gehörte.

Mizerak begann unter Aufsicht seines Vaters das Billardspiel zu erlernen, welcher mehrere Jahre „New Jersey State Champion“ war. Mit 13 gewann Steve Mizerak die Stadtmeisterschaft seiner Heimatstadt Perth Amboy und wurde Profi. Allerdings bezweifelte er einige Zeit später, dass er durch Billard seinen Lebensunterhalt bestreiten können werde, und beschloss, aufs College zu gehen. Er schloss ein Lehramtsstudium ab und unterrichtete 13 Jahre lang.

Seine größten Erfolge konnte er in den Poolbillarddisziplinen 9-Ball und 14 und 1 endlos erzielen; etwa 1978 durch einen Erfolg bei den traditionsreichen US Open im 9-Ball. Er wurde 1980 in die Hall of Fame des Billiard Congress of America aufgenommen. Mit 36 Jahren war er der jüngste Spieler, dem jemals diese Ehre zuteilwurde. 1980 hatte er einen Gastauftritt in dem Film Der Mann aus Baltimore von Robert Ellis Miller. 1986 hatte er einen Gastauftritt in dem Film Die Farbe des Geldes von Martin Scorsese.

Er starb am 29. Mai 2006 im Alter von 61 Jahren und hinterließ eine Ehefrau, zwei Söhne und zwei Enkel.

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A 6-year-old Jean Balukas performing in an exhibition in Grand Central Station (Photo: Public Domain)

Die 6-jährige Jean Balukas bei einer Vorführung in der Grand Central Station in New York (Photo: Public Domain)

Jean Balukas  (geb. am 28. Juni 1959) ist eine amerikanische Pool Billardspielerin aus Brooklyn, New York und zählt zu den größten Spielerinnen in der Geschichte dieses Sports.

Ihr Vater war, zusammen mit seinem Partner, dem Profi­-Spieler Frank McGown, Eigentümer der Pool­-Billardhalle „Ovington Lounge“ in Brooklyn. Ihre ersten Billard­-Erfahrungen machte Jean Balukas aber nicht dort, sondern mit vier Jahren an einem Billardtisch im Keller ihres Elternhauses.

Im Jahr 1966 veranstaltete McGown in der New Yorker Central Station eine Pool Ausstellung, zu der er Jean Balukas mitbrachte. Mit nur sechs Jahren zog sie dort bereits die Aufmerksamkeit auf sich und in Verbindung mit ihrem erstaunlichen Talent bekam sie im gleichen Jahr einen Gastauftritt bei WNEW­TV in Wonderama.

Im Alter von neun Jahren belegte sie Platz 5 in den 1969 U.S. Open Straight-Pool-Meisterschaft und mit 15 Jahren wurde sie als beste weibliche Pool­-Spielerin der Welt beschrieben.

Von 1972 bis 1983 gewann sie die U.S Open sieben Mal in Folge und sammelte sechs Weltmeistertitel. 1978 qualifizierte sie sich als erste Frau, um bei den Männern bei der World Open Pocket Billard Meisterschaft mitzuspielen. Somit nahm sie sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen in diesem Turnier teil.

Jean Balukas war damals die einzige Frau, die auf im professionellen Billard auf Augenhöhe mit den Männern mithalten konnte. Sie beendete ihre Karriere auf ihrem Höhepunkt im Jahr 1988 wegen eines Streits über ihr Verhalten bei einem Spiel der World Open 9-Ball Meisterschaft.