Lackner und Scharbach fliegen nach New York

Wir überlegten nicht lange, als wir Anfang Mai die Möglichkeit bekamen, das einzige europäische Qualifikationsturnier für das traditionsreiche World Tournament of 14.1 zu organisieren. Und so trafen im Bata am vergangenen Wochenende 18 der besten Spieler Europas aufeinander, um zwei Startplätze und zusätzlich jeweils 800 Euro Reisekostenzuschuss zu spielen. Es wurde ein Doppel-KO-System bis 125 Punkte gespielt, die besten zwei des Turniers wären qualifiziert.

Lackner marschiert, Scharbach kämpft

Am ersten Turniertag marschierten Andre Lackner und Frank Scharbach durch die Gewinnerrunde und sollten am Sonntag aufeinandertreffen, um den ersten Qualifikationsplatz auszumachen. Scharbach konnte sich dabei zweimal sehr knapp durchsetzen, einmal mit 125:120 gegen Tobias Bongers und beim zweiten Mal mit 125:119 gegen Sebastian Ludwig, als er beim Stand von 60:119 mit einer schönen 65er-Serie ausmachte. Lackner machte bis dahin mit allen Gegnern kurzen Prozess, keiner kam über 50 Punkte, darunter prominente Namen wie Dieter Johns und Jörn Kaplan. In der Verliererrunde waren nach Tag 1 noch Manuel Ederer, Marco Spitzky, Tobias Bongers, Jörn Kaplan, Thomas Damm und Sebastian Ludwig im Rennen.

Prominente Opfer gab es am ersten Tag auch: Dieter Johns, Tobias Hoiß und Stefan Nölle traten bereits nach Tag 1 die Heimreise an.

Showdown am Sonntag

Am Sonntag sollte es dann zum Showdown kommen. Die beiden ungeschlagenen Spieler der Gewinnerrunde, Andre Lackner aus Berlin und Frank Scharbach aus Düsseldorf traten zum Finale um den ersten Startplatz in New York an. Der Gewinner war qualifiziert, der Verlierer würde noch eine zweite Chance erhalten. Auf 150 ging es diesmal. Beiden Spielern war anzumerken, dass es um etwas ging: Sie machten mehr Fehler als am Samstag, doch Lackner konnte sich zunächst mit einer schönen Serie um gut 50 Punkte absetzen. Frank Scharbach allerdings steckte nicht auf und kämpfte sich heran. Schließlich machte er am Ende der Partie aber ein, zwei Fehler zu viel, während Lackner einige schwere Bälle verwandelte. Endstand: 150:107 für Lackner, der erste Platz nach New York war vergeben.

In der Verliererrunde konnte sich Marco Spitzky gegen Ederer, Ludwig und Kaplan durchsetzen, sodass es im Spiel um den zweiten Qualifikationsplatz zum Aufeinandertreffen von Frank Scharbach und Marco Spitzky kam. Wieder auf 150, trafen hier traditionelles und modernes 14.1 aufeinander. Scharbach setzte auf sorgfältiges Planen, Lösen und Abspielen der Racks, während von Spitzky eher modernes, kraftvolles 14.1 zu sehen war. Leider war er das eine ums andere Mal etwas zu lässig und machte mehr Fehler, als gegen Scharbach zu empfehlen war. Dieser spielte auch noch die Turnier-Höchstserie von 73 auf den engen Diamond-Tischen und setzte sich mit 150:101 durch. Andre Lackner und Frank Scharbach werden also vom 4.-9. August 2014 im Steinway Cafe & Billiards am World Tournament of 14.1 teilnehmen.

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